"SAVE THE DATE"

29. ZVO-ENERGIE STRASSENLAUF

Rund um Ratekau am 18. Juni Äthiopier läuft Streckenrekord mit Schlussspurt in 29:46 Minuten Natalie Jachmann überlegene Siegerin Drei neue Bestmarken

Flink und fetzig, fesselnd und launig. Unter diesem Motto stand der 29. ZVO-Energie-Straßenlauf Rund um Ratekau. Und ja: Rekorde, rockige Atmosphäre, knackige Duelle und ein fescher Ausklang machten diesem  Anspruch alle Ehre. „Sportlich und organisatorisch ein voller Erfolg“, bilanzierte das zufriedene Organisations-Team.

Mit der Streckenrekordankündigung zweier Äthiopier über 10 km  schoss das Stimmungsbarometer bereits vor dem Start in die Höhe. Kein Zweifel, Solomon Merne und Terefe  Seifu machten Ernst, setzten sich schon auf der knappen Stadionrunde in der Running-Arena klar von Feld ab und lagen ab Kilometer eins auf Bestmarkenkurs. Den gnadenlosen Zweikampf entschied schließlich erst wenige Meter vor dem Ziel Merne in 29:46 mit zwei Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Seifu. Pulverisiert war damit die bisherige Höchstleistung, die der Äthiopier Zelalem Mengistu 2016 mit 30:24 aufgestellt hatte.

 

Vor allem die Gäste in der Running-Arena freuten sich über eine organisatorische Finesse. Startschuss, weg sind die Läufer, lange nichts, immer noch nichts, warten und warten . . . nicht so bei Rund um Ratekau. Durch eine akustische Live-Schaltung war man immer auf dem Laufenden. Aus dem Führungsauto wurde die Kilometerzeiten und Startnummern per Handy an das Team auf dem Start-Ziel-Turm gemeldet, dort ausgewertet und über die Beschallungsanlage verkündet. So wussten die Zuschauer, dass die Führungszwillinge ständig auf Rekordkurs lagen und fieberten dem Finish entgegen.

 

Der für SSC Hanau Rodenbach startende Champion meinte: „Ein ganz hartes Rennen. Bravo! Alles super in Ratekau.“ Blick in die schleswig-holsteinische Laufstatistik: In den letzten zehn Jahren ist bei keinem 10-km-Straßenlauf hierzulande die 30er-Marke geknackt worden. Hinter den Afrikanern belegten in hervorragenden Zeiten Volker Goineau (31:36) und Pascal Dethlefs (32:06) ,  beide für o.t.n. Lauflabor am Start,  sowie Simon Müller (34:27) und Jan Stelzner (34:43) für das Intersport Mauritz Race Team die Podiumsränge.

 

Einen unangefochtenen Favoritensieg feierte Natalie Jachmann von der LG Flensburg in 38:31 vor Melinda Schröder (TSV Zarpen/41:39) und Kerstin Haberkorn (Lübecker Marathon e.V./41:55). Die Flensburgerin wiederholte damit  ihren Triumph aus dem Jahr 2015. Ihr Resümee: „Wunderbar, dieser Zieleinlauf durch eine Konfettiwolke.“ Ebenso wie bei den Männern erhielt Jachmann als Siegerpokal den Ratekauer Löwen. Die zehn Kilogramm wiegende Figur ist wohl die schwerste jemals in Deutschland vergebene Auszeichnung bei einem Lauf.

 

In der Mannschafswertung konnten zwei neue Bestmarken gelistet werden. Das Running-Athlete-Lübeck-Trio benötigte 2:12:54 Stunden und die Drei vom o.t.n Lauflabor gewannen in 1:42:15. Insgesamt gab es im Hauptlauf über 10 km 1900 Euro an Prämien zu gewinnen. Für die Gratifikationen werden keine Meldegelder angerührt, sie kommen vom Förderkreis für Spitzensport.

In der 5-km-Konkurrenz gewann Fabian Braun vom Intersport Mauritz Race Team mit 17:21. Nicht nur die Experten staunten über die Lübeckerin Emma Fräßdorf. Die erst 12-jährige passierte als Erste in 20:45 die Ziellinie. Bein total 933 Meldungen wurden 813 Finisher registriert. Unter www.rund-um-ratekau.de alle Ergebnisse. Schon jetzt krempelt das Organisations-Team die Ärmel fürs kommende Jahr hoch. Denn dann  steht das 30er-Jubiläum ins Haus.

Jens Ehlers

Bis zum nächsten Mal!

Danke an alle Aktive für diese Tolle Atmosphäre !

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Änderung: 16.12.2017

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